Creditreform Luzern

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Inkasso

Was ist ein Inkasso?

Als Inkasso bezeichnet man die professionelle Einforderung ausstehender Rechnungen.

Welche Angaben und Unterlagen braucht Creditreform für ein Inkasso?
  • Die genaue Bezeichnung und Adresse des Gläubigers und des Schuldners.
  • Den Rechnungsbetrag.
  • Das Ausstelldatum der Rechnung und die Fälligkeit. Dazu die Rechnungskopien oder einen OP-Auszug.
  • Wenn vorhanden eine Kopie des Vertrages oder andere sachdienliche Akten.
Warum soll ich ein Inkassobüro beauftragen?

Mit der Übergabe Ihrer Forderung an ein Inkassobüro zeigen Sie Ihrem Kunden, dass Sie nicht nur im Kerngebiet Ihrer Leistungserbringung gut organisiert sind, sondern auch in administrativen Belangen kompetent und professionell auftreten.

Die Konsequenzen eines Negativeintrages in einer Bonitätsdatenbank bewegen den Schuldner dazu, die Forderung zu bezahlen.

Wie läuft das Inkasso bei Creditreform ab?

In einer ersten Phase erfolgt das vorrechtliche Mahnverfahren. Wenn dieses nicht zum Erfolg führt, folgt das rechtliche Inkasso (Betreibungsverfahren).

Wie kann ich eine offene Debitorenrechnung übergeben?

Sie können uns den Fall auf vier Wegen übergeben: per Fax, per Post, per Mail oder per webINKASSO.

Was kostet mich das Inkasso?

Nichts. Mit unserem No Risk Tarif haben Sie kein Kostenrisiko. Creditreform trägt die Auslagen und Gebühren. Nur im Erfolgsfall zahlen Sie eine Provision an Creditreform. Mehr über Inkasso erfahren.

Betreibung

Was ist eine Pfändung?

Die Pfändung erfolgt nach Fortsetzung der Betreibung für Forderungen gegen Privatpersonen. In der Regel wird eine Lohnpfändung durchgeführt. Das Betreibungsamt errechnet das Existenzminium und der darüber liegende Betrag wird dann gepfändet und anschliessend dem Gläubiger ausbezahlt. Wenn nicht die ganze Forderung bezahlt werden kann, wird ein Verlustschein ausgestellt.

Was ist eine Betreibung?

Die Betreibung ist die rechtliche Geltendmachung einer Forderung mit Hilfe des Betreibungsamtes. Die Einleitung des amtlichen Zwangsvollstreckungsverfahrens ist gemäss SchKG.

Muss der Rechtsvorschlag begründet werden?

Nein. Dies ist nicht erforderlich. In der Praxis hat dies zur Folge, dass der Rechtsvorschlag oft missbraucht wird, um die Fortsetzung der Betreibung zu verzögern oder gar zu verhindern. Die Schuldner wissen, dass die Beseitigung des Rechtsvorschlages zeit- und kostenintensiv ist.

Was passiert bei Forderungen gegen Firmen?

Im Gegensatz zu Forderung gegen Privatpersonen werden bei Firmen keine Pfändungen durchgeführt (Ausnahme Forderung vom Staat). Bei Fortsetzung der Betreibung wird dem Schuldner eine Konkursandrohung zugestellt. Wenn die Zahlung nicht erfolgt, kann der Gläubiger das Konkursbegehren stellen. Danach hat der Schuldner eine letzte Möglichkeit, die Forderung zu bezahlen. Danach erfolgt die Konkurseröffnung.

Was passiert nach Einleitung der Betreibung?

Nach Einleitung der Betreibung wird dem Schuldner der Zahlungsbefehl zugestellt. Der Schuldner hat nun die Möglichkeit, die Forderung innert 20 Tagen zu bezahlen oder innert 10 Tagen Rechtsvorschlag zu erheben.

Wie kann der Rechtsvorschlag beseitigt werden?

Wenn ein Vertrag oder eine Schuldanerkennung vorliegt, kann die Rechtsöffnung beim zuständigen Gericht verlangt werden. Dies erfolgt im vereinfachten Verfahren. Wenn kein Rechtsöffnungstitel vorliegt, muss das Gericht angerufen werden. In einer ersten Phase ist der Friedensrichter zuständig. Dieser hat auch die Kompetenz, für Forderungen bis CHF 2'000.-- ein Urteil zu fällen. In einer weiteren Phase muss dann der ordentliche Prozessweg beschritten werden.

Was ist ein Rechtsvorschlag?

Der Rechtsvorschlag gibt dem Schuldner die Möglichkeit, sich gegen eine ungerechtfertigte Forderung zu wehren. Rechtsvorschlag kann während 10 Tag nach Zustellung des Zahlungsbefehls erhoben werden. Der Rechtsvorschlag blockiert die Fortsetzung der Betreibung.

Kann ich mich gegen unberechtigte Rechtsvorschläge versichern?

Ja. Creditreform bietet exklusiv die CrediCAP Inkassoversicherung an. Diese deckt gegen eine kleine Versicherungsgebühr die Anwalts- und Gerichtskosten für bis zu drei Fälle pro Jahr ab.

Verlustscheine

Kann ich Verlustscheine zu Geld machen?

Ja. Der Verlustschein kann während 20 Jahren ab Ausstellung beim Schuldner geltend gemacht werden. Es lohnt sich, diese Verlustscheine zu überwachen. Das professionelle Inkasso von Verlustscheinen anspruchsvoll, facettenreich und beansprucht Zeit und Geduld. Ein erfahrenes Team von Inkassoprofis findet für jede Situation die angemessene Lösung.

Was ist ein Verlustschein?

Der Verlustschein ist der Ausweis über einen Verlust aus einem Pfändungs- oder Konkursverfahren.

Ist ein Verlustschein wertlos?

Nein. Der Verlustschein kann während 20 Jahren ab Ausstellung beim Schuldner geltend gemacht werden.

Gibt es auch Verlustscheine von juristischen Personen (Firmen)?

Jein. Nach einem Konkurs werden zwar Verlustscheine ausgestellt. Diese können jedoch aufgrund der Löschung der Firma im Handelsregister nicht geltend gemacht werden.

Die wichtigsten Begriffe

Betreibung

Einleitung des amtlichen Zwangsvollstreckungsverfahrens gemäss SchKG.

Betreibungsamt

Ist in der Schweiz die amtliche Behörde in Belangen des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes.

Betreibungsbegehren

Mit dem Betreibungsbegehren, welches dem zuständigen Betreibungsamt zuzustellen ist, leitet ein Gläubiger gegen seinen Schuldner die Betreibung ein.

Eintreiben

Bezeichnet üblicherweise im Bereiche des Zwangsvollstreckungsverfahrens die – erfolgreiche – Geltendmachung einer Forderung.

Forderung

Bezeichnet üblicherweise im Bereich des Zwangsvollstreckungsverfahrens die Geldsumme, welche der Gläubiger beim Schuldner geltend macht.

Bundesgesetz über Schuld-betreibung und Konkurs

Regelt das Zwangsvollstreckungsrecht in der Schweiz für ausstehende Forderungen eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner.

Inkasso

Bezeichnet das Eintreiben einer ausstehenden Forderung eines Gläubigers bei einem Schuldner.

Inkassobüro

Bezeichnet das Eintreiben einer ausstehenden Forderung eines Gläubigers bei einem Schuldner.

Konkurs

Auch unter der Bezeichnung Insolvenzverfahren bekannt. Bedeutet das sogenannten Gesamtexekutionsverfahren gegenüber einem Schuldner. Alle Forderungen der Gläubiger werden fällig.

Konkursandrohung

Nach Eingang des Fortsetzungsbegehrens stellt das Betreibungsamt einem Schuldner, welcher der Betreibung auf Konkurs unterliegt, die Konkursandrohung zu.

Konkursbegehren

Wurde gegen einen Schuldner eine Konkursandrohung ausgestellt und die Forderung ist noch offen, so kann der Gläubiger nach Ablauf der gesetzlichen Frist beim zuständigen Konkursgericht das Konkursbegehren stellen.

Konkurs-Verlustschein

Für den Verlust, welche Gläubiger nach einem Konkurs erleiden, erhalten Sie vom Konkursamt einen Konkursverlustschein. Der Konkurs-Verlustschein ist bei juristischen Personen quasi wertlos, da die juristische Person nach Abschluss des Konkursverfahrens im Handelsregister gelöscht wird und somit kein haftbarer Schuldner mehr vorhanden ist.

Pfändung

Das Betreibungsamt pfändet Vermögenswerte oder einen Teil des Lohnes eines Schuldners.

Schuldner

Bezeichnet im Sinne des Schuldbetreibung- und Konkursgesetzes jemanden, der einem Gläubiger Geld schuldet.

Verlustschein

Ergibt sich nach einer Pfändung oder nach einem Konkurs ein Verlust, so stellt das zuständige Amt dem Gläubiger einen Verlustschein aus. Der Verlustschein dokumentiert die Forderung und verjährt nach 20 Jahren. Es gibt zwei Arten von Verlustscheinen, den Pfändungs-Verlustschein und den Konkurs-Verlustschein.

Zahlungsbefehl

Nach Zustellung des Zahlungsbefehls hat der Schuldner die Möglichkeit, die Forderung zu bestreiten, indem er auf den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag erhebt.