Neue Normalität?
55 Firmeninsolvenzen pro Tag
Um fast ein Viertel haben die Firmeninsolvenzen in den ersten acht Monaten 2025 zugenommen. Grund dafür sind nicht zuletzt die Auswirkungen einer Anfang Jahr in Kraft getretenen Gesetzesreform. Gleichzeitig zeigt sich im Handelsregister ein dynamisches Bild: deutlich mehr Neugründungen stehen ebenso deutlich mehr Löschungen gegenüber.
Editorial: Vorsorge ist Pflicht
Die Konkurswelle rollt – zusätzlich befeuert durch öffentlich-rechtliche Betriebe, die seit Anfang Jahr ebenfalls Firmen auf Konkurs betreiben können. Angesichts der anhaltenden Krisen ist kaum mit einer schnellen Entspannung zu rechnen. Unternehmerinnen und Unternehmer tun deshalb gut daran, sich konsequent abzusichern.
Besonders wichtig ist dabei das Kreditoren- und Debitorenmanagement:
- Zahlungsfristen ausschöpfen, ohne diese zu überziehen.
- Längere Fristen und Rabatte bereits beim Vertragsabschluss verhandeln.
- Vor Vertragsabschluss die Bonität der Geschäftspartner prüfen, um Ausfälle gar nicht erst entstehen zu lassen.
Denn die Durchsetzung von Forderungen über den Rechtsweg ist oft aufwendig und führt nicht immer zum Erfolg.
Raoul Egeli, Präsident Verband Creditreform
Firmeninsolvenzen steigen deutlich
Seit Jahresbeginn können auch öffentlich-rechtliche Institutionen Unternehmen auf Konkurs betreiben. Das schlägt sich in den Statistiken nieder: Im August 2025 rutschten über 1’200 Unternehmen in die Insolvenz – eine Steigerung um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Wert entspricht dem Durchschnitt der vergangenen vier Monate.
Die vom Gesetzgeber beabsichtigte „Bereinigung“ ist in vollem Gange. Viele Unternehmen hatten sich zuvor über Wasser gehalten, indem sie ihre Schulden – etwa gegenüber Sozialversicherungen – nicht mehr bedienten.
Zahlen im Überblick
Laut Creditreform-Statistik (Januar bis August 2025):
- Firmeninsolvenzen: +26,5 % gegenüber Vorjah
- Prognose 2025: rund 12’000 Insolvenzen (nach 8’616 im Jahr 2024)
- Neueintragungen Handelsregister: +4,1 % auf 36’650
- Löschungen: +4,3 % auf 22’802
- Nettowachstum: 13’848 Firmen (+3,8 %)
Besonders auffällig: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Insolvenzen im August allein um 57 Prozent erhöht.


Was bedeutet das für Unternehmen?
Die Entwicklung zeigt klar: Insolvenzrisiken nehmen weiter zu. Damit steigen auch die Anforderungen an professionelles Risikomanagement und Inkasso.
Creditreform Luzern unterstützt Unternehmen dabei:
- Bonitätsprüfungen und Monitoring: Frühzeitig erkennen, mit wem Sie es zu tun haben.
- Inkasso ohne Kostenrisiko: Offene Forderungen effizient und respektvoll einfordern.
- Verlustscheine verwerten: Alte Forderungen in Liquidität umwandeln.
- Austausch von Zahlungserfahrungen: Im Netzwerk gemeinsam Risiken reduzieren.
Fazit
Die Konkurswelle ist Realität und ein Ende nicht in Sicht. Gleichzeitig eröffnen sich durch die hohe Zahl an Neugründungen auch neue Chancen. Entscheidend ist, dass Unternehmen ihre Forderungsbewirtschaftung professionell aufstellen und die richtigen Partner an ihrer Seite haben.
Creditreform Luzern ist Ihr Ansprechpartner für Bonitätsauskünfte, Inkasso und Forderungsmanagement.
Quelle: Adaptiert von Presseletter Nr. 20