Auftragsbücher wieder besser gefüllt
KMU: Es bleibt, wie es ist
Der Einkaufsmanagerindex Raiffeisen KMU PMI ist im Februar leicht angestiegen und liegt mit 50 Punkten genau an der Schwelle, die Wachstum und Kontraktion trennt.
Es bleibt, wie es ist unter dem Konjunkturhimmel der Schweizer KMU, deren Geschäftslage im Monatsvergleich unverändert kompliziert bleibt. Im Detail zeigen sich interessante Verschiebungen. So sind die Auftragsbücher wieder besser gefüllt als noch im Januar, und auch bei Produktion und Beschäftigung ist der Ausblick weniger pessimistisch. Als wichtiges Indiz für eine sich eintrübende Nachfrage müssen die weiter sinkenden Lagerbestände interpretiert werden. Etliche Unternehmen hätten nach den Lieferkettenproblemen der letzten Jahre die Just-in-Time-Produktion aufgegeben und hielten grössere Vorproduktelager, die nun abgebaut werden. Zur neuen Normalität scheint auch ein stetes Auf und Ab der Produktion zu gehören.
Der Geschäftsgang sei zunehmend schwierig vorauszusehen, wird in der Pressemitteilung der Vertreter eines Metallunternehmen aus Nidwalden zitiert. Das liegt vor allem an der anhaltenden Industrierezession in den Nachbarländern. So verharrt die Industrieproduktion in Deutschland rund 10 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Da mag es erstaunen, dass die Beschäftigung insgesamt nach wie vor stabil ist. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich indes, dass diese in einigen Branchen schon seit mehreren Quartalen rückläufig ist. Betroffen sind die Textilindustrie und Unternehmen aus den Branchen Holz, Papier und Druck.
Urs Fitze