Creditreform Luzern

Bonitätsprüfungen und Inkasso als Schutzschild

Konjunktur von wacklig bis harzig

 

Eine nachhaltige Konjunkturerholung ist derzeit nicht in Sicht. Das zeigen die Indikatoren von Raiffeisen und der KOF Konjunkturforschungsstelle.

 

Von einer «Erholung auf wackligen Beinen» ist im Raiffeisen KMU PMI die Rede, während die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH ihrem Barometer mit «Konjunkturerholung harzt» betitelt. Dieser hat im Oktober um satte fünf Punkte nachgegeben und steht damit erstmals in diesem Jahr mit 99,5 Punkten knapp unter der Markt von 100 Punkten, die Wegscheide, an der sich Optimisten und Pessimisten trennen. 

 

Der Raiffeisen KMU PMI zeigt eine gegenläufige Entwicklung. Er steigt im Vergleich mit dem Monat September um 4,7 auf 51,9 Prozent und liegt damit erstmals seit Monaten über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der sich abzeichnende, leichte Aufschwung beschränkt sich allerdings auf Betriebe, die vorwiegend im Inland tätig sind. Das sind kleine und mittlere KMU, etwa in der Lebensmittelverarbeitung oder der Holzindustrie. Die rund 55 Prozent der Industrie-KMU, die vor allem im Export tätig sind, leiden unverändert unter der schleppenden Nachfrage, eine nachhaltige Verbesserung ist nicht in Sicht. Beim KOF Konjunkturbarometer geben alle Indikatorenbündel nach, so beim verarbeitenden Gewerbe, den Dienstleistern, dem Gastgewerbe und dem Baugewerbe. 

 

Die Indikatoren für die Nachfrage seien zwar stabil, kräftige Impulse seien dennoch nicht zu erwarten. Im verarbeitenden Gewerbe trüben sich die Perspektiven besonders für die Chemie und Pharmaunternehmen, den Metallbereich, die Branche Holz, Glas, Steine und Erden und die Nahrungs- und Genussmittelproduzenten ein. Leicht günstigere Perspektiven deuten sich für die Textil- und Bekleidungsfirmen an.

 

 

 

Urs Fitze, Presseletter, November 2024